Verbandsgemeinde Jockgrim
Hatzenbühl - Jockgrim - Neupotz - Rheinzabern

Integration von Flüchtlingen aus Sicht von Schülern der IGS Rheinzabern

Birgit Bach und Stefan Meyer stellten in einer öffentlichen Sitzung des Beirats für Migration und Integration (BMI) im Ratssaal der Ortsgemeinde Rheinzabern vor, wie sie den Vorschlag des Beirates umgesetzt hatten. v. li. Stefan Meyer, Birgit Bach, Ortsbeigeordneter Roland Milz,  Ortsbürgermeister Gerhard Beil, Abteilungsleiterin Martina Bouché, Bürgermeister Uwe Schwind, Tsira Zschiesche, Reinhard Kalker, Eva-Maria Lindner, Dr. Saleh Barmo und Marcel Salazar

Neuankömmlingen muss frühzeitig „Wissens-Wertes“ über das Leben in Deutschland nahe gebracht werden. Sie haben kaum Kenntnis von den Werten und Umgangsformen in Deutschland. Gleichzeitig sollten der einheimischen Bevölkerung die Grundlagen eines gelingenden Zusammenlebens neu ins Bewusstsein gerufen werden. Um diese Entwicklungen positiv beeinflussen zu  können, hatte der Beirat für Migration und Integration (BMI) in der Verbandsgemeinde Jockgrim die Idee, die weiterführenden Schulen der Umgebung mit einzubeziehen. Der Beiratsvorsitzende Reinhard Kalker erklärte das Projekt im Rahmen einer öffentlichen Sitzung des BMI im Ratssaal der Ortsgemeinde Rheinzabern folgendermaßen: Im Zusammenwirken von Sozialkunde und Kunst könnten die Schüler und Schülerinnen „Wissens-Wertes“ über das Leben in Deutschland in den Integrationsprozess einbringen. Ausgewählte Themen wie beispielsweise die Gleichberechtigung von Frau und Mann oder Sätze aus der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte könnten dabei für die Neuankömmlinge und auch die einheimische Bevölkerung kreativ aufgearbeitet werden. Als erste der vom BMI angesprochenen Schulen der Umgebung hatte die IGS Rheinzabern die Idee aufgegriffen.
Birgit Bach, Lehrerin für Gesellschaftslehre (Geschichte und Sozialkunde) und Stefan Meyer, der mit der Förderung nicht deutschsprachiger Kinder betraut ist, stellten das Projekt in der BMI-Sitzung vor. Das Projekt wurde von der Schule in den regulären Schulunterricht eingebunden. Im Rahmen des Themas Europa, das in der 9. Klasse in Gesellschaftslehre auf dem Lehrplan steht, sah das Lehrerkollegium eine gute Möglichkeit für die Umsetzung des Projekts. Birgit Bach und Stefan Meyer konnten bestätigen, dass sich die Schülerinnen und Schüler in Gruppen mit großer Begeisterung für das Thema Flüchtlinge bzw. Flüchtlingshilfe öffneten. Das Ergebnis der Arbeit kann sich sehen lassen. Es sind zahlreiche Plakate entstanden, in denen sie die Flüchtlinge willkommen heißen. Sie erkennen den schweren Weg, den viele Flüchtlinge zurücklegen mussten, um in Sicherheit zu kommen und sehen die Notwendigkeit der Integration. Das Projekt wird von der IGS Rheinzabern im nächsten Schuljahr fortgeführt. Geplant ist beispielsweise ein Theaterstück.

Bürgermeister Uwe Schwind und Ortsbürgermeister Gerhard Beil begrüßten die Initiative des Beirats und die Umsetzung des Projektvorschlags der IGS Rheinzabern. Sie boten der IGS jeweils an, die Plakate in der Verbandsgemeindeverwaltung und in der Ortsgemeinde Rheinzabern auszustellen. Auch die Besucher der Sitzung zeigten sich beeindruckt von der Kreativität der Schüler. Es wurde vorgeschlagen, dass im zweiten Schritt auch Asylbewerber Plakate erstellen sollten, um ihre Sichtweise bildlich darstellen zu können. Weitere Vorschläge waren der Druck eines Kalenders oder die Erstellung von Kopien der Plakate, die in dem Gebiet der Verbandsgemeinde Jockgrim an geeigneter Stelle öffentlich ausgehängt werden könnten.